Zur objektiven Bewertung der diagnostischen Genauigkeit wurden 12
verblindete künstliche Seren mit definierten IgE-Profilen erstellt. Hierfür
wurden drei canine monoklonale IgE-Antikörper eingesetzt (Phl p 5, Der f 2,
Pla a 3/nsLTP). Zwei Negativkontrollen wurden eingeschlossen.
Sechs häufig verwendete US-amerikanische Allergiepanels wurden untersucht.
Zentrale Ergebnisse
- PAX identifizierte 100 % der Proben korrekt (12/12).
- Alle extraktbasierten Tests zeigten inkonsistente Leistungen.
- Mehrere Panels wiesen hohe Raten an falsch-positiven und/oder falsch-
negativen Ergebnissen auf. - Die Reproduzierbarkeit variierte deutlich zwischen den Laboren.
Leistungsübersicht
| Test | Korrekte Identifikation | Reproduzierbarkeit |
| PAX | 100% | Hoch (CV 15-35%) |
| IDEXX | 33% | Niedrig–moderat |
| HESKA | 42% | Moderat |
| VARL | 0%* | Nicht beurteilbar |
| NELCO | 8% | Nicht beurteilbar |
| Pet Preferred | 42% | Variabel |
*Ausgenommen Negativkontrollen
Kernaussage
Komponentenbasierte molekulare Tests zeigten eine überlegene diagnostische
Genauigkeit und Reproduzierbarkeit im Vergleich zu extraktbasierten IgE-
Assays.
Extraktbasierte Panels wiesen auf:
-
Begrenzte Detektion relevanter molekularer Allergene
-
Hohe Raten falsch-positiver und falsch-negativer Ergebnisse
-
Inkonsistente Reproduzierbarkeit
Klinische Bedeutung
Die Wahl des Tests beeinflusst direkt:
-
Die Auswahl der Allergene für die Immuntherapie
-
Die diagnostische Sicherheit
-
Therapeutische Entscheidungen
Die Auswahl eines hochpräzisen und reproduzierbaren Tests ist entscheidend
für ein zuverlässiges Allergiemanagement.
Quellenangaben:
Olivry T, Mas-Fontao A, Spencer M. "Comparative accuracy of 6 common allergy panels." dvm360, March 31, 2026.