Kratzt, leckt oder knabbert sich Ihr Hund häufig? Dann könnte eine Hautallergie dahinterstecken, in der Tiermedizin spricht man von atopischer Dermatitis. Im Jahr 2026 haben internationale Fachleute neue Empfehlungen zur Behandlung veröffentlicht. Hier erfahren Sie kurz und verständlich, was das für Sie und Ihren Hund bedeutet.
Was ist atopische Dermatitis?
Ihr Hund reagiert allergisch auf bestimmte Stoffe aus seiner Umgebung, zum Beispiel auf Hausstaubmilben, Pollen oder Schimmelpilze. Das löst Juckreiz aus und führt dazu, dass sich seine Haut schneller entzündet.
Eine Allergie lässt sich in den meisten Fällen nicht heilen. Mit der richtigen Behandlung können Sie die Beschwerden aber gut in den Griff bekommen, damit Ihr Hund möglichst unbeschwert leben kann.
Die Behandlung in zwei Schritten
- Erst den Juckreiz stoppen. Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt behandelt den Juckreiz und die geröteten Hautstellen, bis diese vollständig abgeheilt sind. Wichtig: Beenden Sie die Behandlung nicht zu früh, auch wenn es Ihrem Hund schon besser geht. Sonst kehrt der Juckreiz oft schnell zurück
- Dann die Haut ruhig halten. Ist die Haut wieder gesund, gilt es, neuen Juckreiz-Schüben vorzubeugen. Das gelingt am besten mit regelmäßiger Pflege, auch dann, wenn Ihr Hund gerade keine Beschwerden hat.
Was können Sie selbst tun?
- Baden: Waschen Sie Ihren Hund etwa einmal pro Woche (oder seltener) mit einem milden Shampoo. Regelmäßiges Baden hilft nachweislich, Juckreiz zu lindern und die Haut zu beruhigen.
- Die Haut pflegen: Spezielle Pflegeprodukte können die natürliche Schutzschicht der Haut stärken. Fachleute verweisen dabei auf Studien mit Produkten von Dermoscent:
- ATOP 7® Mousse: Zweimal pro Woche angewendet, kann sie den Juckreiz lindern und die Haut beruhigen.
- ATOP 7® Spray und Essential 6® Spot-on: Bei Hunden mit leichten Beschwerden können sie den Juckreiz lindern und die Haut beruhigen.
- ATOP 7® Spot-on: Hunde, die bereits medikamentös behandelt wurden, blieben länger ohne Juckreiz, wenn sie zusätzlich einmal pro Woche gebadet wurden und ATOP 7® Spot-on erhielten.
- Gute Bakterien auf der Haut: Auf der Haut leben auch nützliche Bakterien. Produkte mit Probiotika („guten“ Bakterien) können bei leichten Beschwerden helfen. In einer Studie zeigten Hunde mit Hautallergie unter Linkskin® Spray deutlich weniger Beschwerden. Wichtig ist eine regelmäßige Anwendung, nicht erst dann, wenn der Juckreiz wieder aufflammt. Die Forschung zu dieser Art von Produkten läuft derzeit noch weiter.
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Omega-3-Fettsäuren. Fettsäuren aus Fischöl können eine sinnvolle Ergänzung für einen Hund mit Juckreiz sein. Laut den Experten können Sie sie zusätzlich zur Behandlung in Ihrer Tierarztpraxis geben oder allein, wenn Ihr Hund nur sehr leichte Beschwerden hat. Sie helfen ein wenig gegen den Juckreiz und die gerötete Haut, reichen aber meist nicht aus, um allein zu wirken. Ihr wichtigster Vorteil: Hunde, die Medikamente gegen den Juckreiz bekommen, brauchen davon möglicherweise weniger, wenn sie zusätzlich Fettsäuren erhalten. Nebenwirkungen sind selten und mild, zum Beispiel ein leicht verstimmter Magen.
Dr. Baddaky Omega-3 ist ein hochwertiges Fischöl aus Norwegen mit einem hohen Gehalt an den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Sie geben es einmal täglich mit dem Futter, als Öl oder als Kapseln. Der Rat der Experten bezieht sich auf Fettsäuren im Allgemeinen, nicht auf ein bestimmtes Produkt. Fragen Sie in Ihrer Tierarztpraxis, ob es zu Ihrem Hund passt.
- Flöhe bekämpfen: Flöhe verstärken den Juckreiz. Führen Sie die Flohprophylaxe das ganze Jahr über durch.
- Das Futter testen: Hat Ihr Hund das ganze Jahr über Juckreiz? Dann kann das Futter eine Rolle spielen. Ihre Tierarztpraxis kann eine Ausschlussdiät von 6 bis 10 Wochen vorschlagen. Nur so lässt sich eine Futtermittelallergie sicher feststellen, denn Blut- oder Hauttests sind dafür nicht zuverlässig.
- Auf Entzündungen achten: Entdecken Sie neue rote Pünktchen oder Krusten, oder riecht die Haut Ihres Hundes ungewohnt? Dann sollten Sie zeitnah Ihre Tierarztpraxis aufsuchen, denn eine Hautentzündung kann den Juckreiz deutlich verstärken.
Ihre volle Wirkung entfalten diese Produkte, wenn Sie sie regelmäßig und ergänzend zur Behandlung durch Ihre Tierarztpraxis anwenden. Nebenwirkungen wurden meist nicht beobachtet.
Immuntherapie: die Ursache angehen
Die meisten Behandlungen lindern vor allem den Juckreiz. Die Immuntherapie ist dagegen die einzige Behandlung, die direkt an der Ursache ansetzt, nämlich an der Allergie selbst. Dabei erhält Ihr Hund sehr kleine Mengen der Stoffe, auf die er allergisch reagiert. So kann sich sein Körper nach und nach daran gewöhnen. Fachleute empfehlen diese Behandlung für alle Hunde, die auf Stoffe aus ihrer Umgebung allergisch sind.
Welche Umweltallergene das genau sind, findet Ihre Tierarztpraxis mit einem Blut- oder Hauttest heraus. Anders als bei einer Futtermittelallergie sind diese Tests hierfür gut geeignet. Anschließend wird die Immuntherapie individuell für Ihren Hund hergestellt.
Dabei ist etwas Geduld gefragt, denn die Immuntherapie wirkt nicht sofort. Oft dauert es einige Monate, bis Sie eine Verbesserung bemerken. Bleiben Sie deshalb mindestens ein Jahr dran.
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