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19 März 2026

Den Juckreiz besiegen: Wie die Immuntherapie das Leben dieser Stute veränderte

Nextmune

 

Manchmal beginnen Allergien bei Pferden ganz subtil... ein bisschen Reiben hier, etwas Juckreiz dort. Aber bei dieser vierjährigen KWPN-Stute wurde schnell klar, dass etwas mehr dahintersteckt.

Die ersten Anzeichen

Zunächst schien es nur ein leichter, saisonaler Juckreiz zu sein. Doch mit der Zeit wurde das Muster immer deutlicher – und zunehmend unangenehm für die Stute.

Es entwickelten sich folgende Symptome:

  • Starker Juckreiz an der Mähne und am Schweifansatz
  • Schuppige, gereizte Haut
  • Kleine Beulen auf einer Seite des Halses und der Schulter
  • Zunehmender Juckreiz am Bauch und in der Leistengegend

Vielen Pferdebesitzern dürfte dieses Bild bekannt vorkommen. Diese Anzeichen sind typisch für eine Insektenstich-Überempfindlichkeit (IBH), eine allergische Reaktion auf winzige Stechmücken der Gattung Culicoides.

Der Ursache auf der Spur

Um besser zu verstehen, was die Reaktion der Stute auslöste, wurde ein Bluttest durchgeführt. Mit diesem Test lässt sich feststellen, auf welche Allergene das Immunsystem des Pferdes reagiert.

Die Ergebnisse bestätigten die Empfindlichkeit gegenüber Culicoides-Insekten. Darüber hinaus zeigte die Stute auch Reaktionen auf verschiedene Umweltallergene, einschließlich bestimmter Pollen.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurde ein personalisierter Immuntherapieplan erstellt.

 

Training des Immunsystems

Bei Pferden mit Allergien funktioniert die Immuntherapie, indem das Immunsystem schrittweise daran gewöhnt wird, weniger stark zu reagieren.

Durch die Verabreichung kleiner, kontrollierter Mengen der betreffenden Allergene kann der Körper langsam eine Toleranz aufbauen. Diese Behandlung - die so genannte allergenspezifische Immuntherapie (ASIT)- ist derzeit die einzige Therapie, die darauf abzielt, die zugrunde liegende allergische Erkrankung zu verändern und nicht nur die Symptome zu behandeln.

Ein schrittweiser Behandlungsplan

Die Behandlung begann mit einer Aufbauphase, in der die Dosis langsam erhöht wurde. Daran schloss sich eine Erhaltungsphase an.

Während des gesamten Prozesses wurde die Stute sorgfältig überwacht:

  • Wie reagierte ihre Haut?
  • Ließ der Juckreiz nach?
  • Traten irgendwelche Nebenwirkungen auf?

Das Protokoll wurde bei Bedarf an die individuelle Reaktion der Stute angepasst.

Mehr als nur Injektionen

Neben der Immuntherapie wurden verschiedene Strategien zur Unterstützung der Haut und zur Verringerung der Insektenexposition eingesetzt:

  • Verwendung einer Ekzemerdecke während der Hauptaktivität von Insekten
  • Regelmäßiges Baden mit einem hautpflegenden Shampoo zur Aufrechterhaltung der Hautbarriere
  • Kontinuierliche Überwachung ihrer Haut während der gesamten Allergiesaison

Die Kombination dieser Maßnahmen hilft, die Haut zu schützen und Schübe zu reduzieren.

Das Ergebnis

Mit der Zeit wurde die Verbesserung deutlich.

Die Stute:

  • reibt sie sich nicht mehr an Mähne oder Schweif
  • Sie zeigt keine Anzeichen von Beulen oder entzündeter Haut
  • hat keine Anzeichen einer chronischen Hautreizung

Sie fühlt sich wieder wohl, verhält sich normal und behält ihre volle sportliche Leistungsfähigkeit bei.

Was wir aus diesem Fall lernen können

Dieser Fall zeigt, wie wichtig die Früherkennung von Allergien bei Pferden ist. Mit gezielten Tests und einem individuellen Behandlungsplan kann die Immuntherapie dazu beitragen, allergische Erkrankungen langfristig zu kontrollieren.

In Verbindung mit einem angemessenen Management kann dieser Ansatz Pferden mit allergischen Hauterkrankungen die Chance geben, wieder ein angenehmes, aktives Leben zu führen. 🐎

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